Denk’ halt selber nach.
Verehrtes Publikum,
nach 21 Ausgaben und rund 30 Verrissen der Jenaer Anthologie hat sich die Ostblog-Redaktion entschieden, die Rubrik in dieser Form vorerst einzustellen. Das geschieht nicht ohne Bedauern, doch eine Vielzahl von Gründen – in diesem Fall aber ausnahmsweise nicht die Finanzkrise – haben die Entscheidung letztlich unabdingbar gemacht. Die Chefrezensientin befindet sich aktuell in einem Rezensions-KreaTief, da
- sie die Lust am Lesen im Zug verloren hat und statt dessen lieber sinnentleert in die Landschaft starrt
- der Zwang zum sinnvollen Rezensieren den unbedachten Spaß des Lesekonsums behindert.
Die Redaktion ist sich jedoch des hohen moralischen und wegweisenden Charakters der Jenaer Anthologie bewußt und wird daher das bisherige Programm in abgespeckter Form fortsetzen. Dem unbedarften Pauschalleser werden daher weiterhin unter der Rubrik Stuttgarter Anthologie Buchvorschläge die Route durch den Lesedschungel weisen. Eine umfangreiche Rezension wird künftig ein Gemeinplatz ersetzen, der dem Leser genügend Spielraum für eigene Denkansätze bieten möge.
Darüber hinaus wird die Redaktion eine weitere Rubrik einführen. Unter dem Namen Zugzwang hat sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die geistreichen Gedanken von Bahnreisenden zu dokumentieren, denen man aus Platz- und Gründen der Akustik nie auszuweichen vermag. So soll nach und nach ein detailliertes Psychogramm der Subkultur Fahrgast entstehen, das die Redaktion den Marketingstrategen der Deutschen Bahn AG im Austausch gegen eine lebenslang gültige BahnCard 100 First gern zur Verfügung stellt.
Freundliche Grüße,
Ihr Ostblog-Redaktionsteam
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