Geile Bumsluder.

Ich habe festgestellt, dass die meisten Leute auf meinen Blog kommen, weil sie nach „Porno-Heidi“ suchen. Das schreit nach geilen Bumsludern für mehr Rates! Haut rein, Jungs!

Mai 15, 2008. Hat nichts zu tun mit.... 2 Kommentare.

Opa, Margot, Alma…alle tot.

Noll, Ingrid: Die Apothekerin. Zürich 1996.

Mein erstes BookCrossing hat sich als hübscher Pfingst-Zeitvertreib herausgestellt. Ingrid Nolls Krimidebüt erinnert zwar ein bißchen an Hera Linds Das Superweib, ist aber geistreicher. Die Story ist nicht wirklich prickelnd, ein permanent unbefriedigendes Lesegefühl ist nicht abzuschütteln. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass es um eine Apothekerin mit Hang zu schlimmen Typen geht. Die verliebt sich in…Ha! einen schlimmen Typen. Der versucht nicht sein Studium, sondern nur seinen Opa zu beenden, um von dem zu erbenden Vermögen noch mehr Porsche(s/en/ä = Plural von Prosche?) zu kaufen. Die Apothekerin hat zufällig noch ein paar Euthanasie-NS-Giftpillen im Schrank und schon steht der neue Porsche vor der Tür. Dem Spektakulum folgt noch eine vom Opa testamentalisch geregelte Zwangsehe, denn ohne Heirat keine Moneten. Die Ehe in der geerbten Villa ist wirklich harmonisch: es vögeln nicht nur die Haushälterin Margot und der böse Ehemann Levin, sondern auch Margots Gatte Dieter mit der Apothekerin. Von wem am Ende das Kind ist, kann der positive Schwangerschaftstest leider auch nicht sagen. Dafür wird Margot aus Versehen aus dem Fenster und die beiden Typen am Ende aus dem Haus geworfen. So steht der glücklichen Patchworkfamilie von Apothekerin, Kind, Apothekenkunde mit zwei Kindern nur noch dessen geistesverwirrte Gattin im Wege. Deren Schicksal ist auch schon vorhersehbar… Wirklich lustig ist für mich persönlich die Stelle, an der ein Chefarzt mit Namen Gerhard Kaiser auf den Plan tritt. Ist das eine kleine literaturhistorische Reminiszenz? Das ist das Problem an dem Buch: man ist immer bestrebt, nach Anspielungen zu suchen, denn der literarische Takt des Buches programmiert sie vor. Aber irgendwie sind sie nicht zu finden. Daher sage ich: nicht kaufen, sondern abwarten, bis das Buch irgendwo im Intercity Nürnberg – Karlsruhe auf dem Sitzplatz nebenan auftaucht. Ich habe es nämlich schon wieder ausgesetzt…

Mai 15, 2008. Jenaer Anthologie. 4 Kommentare.