„Did I say Radaman?“

Ich habe nach langem Überlegen herausgefunden, was den Islamismus so gefährlich macht. Die Erleuchtung kam mir jedoch erst, nachdem ich eine Folge „Family Guy“ gesehen habe. Der Vorplot ist folgender: eine Höhle in Afgahnistan, Osama bereitet eine weitere Todesbotschaft an den Westen vor. „To all American infidels, you will be punished for your decadend ways of life, prepare to die in a sea of holy fire on the first day of Radaman. Did I say Radaman?“ Ich weiß, es ist albern, Serien nachzuerzählen, aber es ist einfach zu gut, wenn Osama plötzlich in 80iger Jahre Slapstick Manier anfängt mit einer übergroßen Brille und einem Huhn darüber zu philosophieren, ob man sich mit einem Attest vom Arzt vom Selbstmordattentat krankschreiben lassen kann. Ich wäre sehr dafür, diese Passage mal bei Al Dschasira auszustrahlen. Ich glaube nämlich, ein Grundproblem des Islamismus ist magelnde Reflexionsfähigkeit, es ist ihm nicht möglich mit ironischer oder humoristischer Distanz über sich selbst zu urteilen: denn dann würde zu schnell auffallen, wie albern das Ganze ist. Wie man mit so wenig Humor so viel Ärger schaffen kann, sieht man ja wahlweise bei Sabine Chistiansen oder Maybrit Illner. Es ist zudem davon auszugehen, dass meine Anregung von entsprechender Seite falsch interpretiert wird und fortan nicht mehr mit Handgranaten, sondern mit Torten geworfen oder anstelle einer Bombe ein Schachtelscheitan in Koffern versteckt wird. Aber Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.

September 26, 2006. Neuanfang. 2 Kommentare.

Der arme Prolet vs. der arme Papparazzi.

Ja, jetzt ist endlich raus, was sich jeden morgen im Plus-Mark an der Kasse vor mir abzuzeichnen scheint: Die rotnasigen Jogginghosen mit Goldkrone und fünf Bier im Wagen sind als soziologisch bedeutsam erkannt worden und haben es nun sogar ins Web geschafft. Philosophische Fragen über Bildung, gesellschaftliche Fürsorgepflicht, den Markt Tabak- und Alkoholsteuer, Krankenkassen oder Eigenverantwortung sich selbst und anderen gegenüber erspare ich mir, das Wetter ist heute viel zu gut und ausserdem philosophieren andere schon mit mehr Erfolg. Leider ist auch die Frage über das Philosophieren philosophisch: Ist Zitieren nun gleich Karikieren oder muss sich das „christlich-abendländische“ Kulturvolk nun doch in jeglicher Hinsicht dem bösen, bösen Orient und seinen seltsamen Lehren beugen? Steht die Sonne des Morgenlandes tief, werfen sogar Zwerge lange Schatten. Das gilt aber auch fürs Abendland. Denn auch beim Philosophieren gilt: Schlagfertigkeit ist das, was einem auf dem Heimweg einfällt.

September 17, 2006. Morgenappell. 3 Kommentare.

Rückt alle nach rechts!

Nachdem ich jetzt nun auch populistisch geworden bin, ist der Sprung ans rechte Ufer eigentlich nur noch Kür. Also verweise ich mal auf die neusten augenöffenden Schmonzetten wie das Blättchen „Objektiv„, die seit neuestem Weisheit unters Jungvolk bringen soll. Mit Erklärungen, weshalb alle Türken Sexualverbrecher sind (und die können hier schon mal üben), Anti-Moscheen-Kampagnen sowie arischen Klettertipps propagieren die Herausgeber ein dönerfreies Köln. Blöd nur, wenn aus Versehen das tschechische Model mit zweifelhaftem Ruf für „Deutsch ist geil“ wirbt und niemand mehr so richtig weis, wie „Jamie“ plötzlich in die Ausgabe kommt. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das nur eine Hommage an „Heim ins Reich“, denn Ahnungslosigkeit kann man den Treudeutschen ja nicht vorwerfen. Uwe Leichsenring ist ja bekanntlich auch ein sicherer Fahrer gewesen.

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Für ein moslemfreies Shanghai.

September 3, 2006. Neuanfang. Kommentieren.